Der thematische Schwerpunkt des heutigen Schuljahres liegt auf „Regionalität & Tourismus“. Zu diesem Thema werden in vielen verschiedenen Fächern Schwerpunkte gesetzt, Projekte ausgearbeitet und ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung für einen gesunden Lebensstil gelegt.

Lebenskompetenz | Ein 4-Jahres-Modell

1 Stunde pro Woche – 1. bis 4. Klasse

Um unsere SchülerInnen ganzheitlich fördern zu können, bedarf es eben auch eines Konzepts für sozioemotionale Kompetenzen, die nicht nur eine optimale Leistung in der Schule sondern auch eine bestmögliche Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen gewährleisten. Wir setzen uns mit jenen Kompetenzen nicht nur einmal pro Woche in unserem LK- Unterricht auseinander, darüber hinaus bildet „Lebenskompetenz“ die Grundlage für jeglichen Umgang innerhalb der Schule.

Das Lebenskompetenzprogramm an der NMS OST greift in vielen Themenbereichen aktuelle Problemfelder wie Integration, Mobbing und Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft auf. Es bietet außerdem zahlreiche Anlässe, das Elternhaus und das soziale Umfeld der Kinder und Jugendlichen in den Vermittlungsprozess einzubeziehen.

Jeder Abschnitt unseres Lebenskompetenz- Programms ist einem Schwerpunktthema gewidmet und zielt auf die Vermittlung und das Training grundlegender Lebensfertigkeiten (Life Skills) ab:

Meine Klasse

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit Fragen der eigenen Person: Wer bin ich? Wer sind die anderen? Wie gehen wir miteinander um? Welche Bedeutung hat die Gruppe und wie beeinflusst sie mich? So wird die Grundlage für eine offene, vertrauensvolle und konstruktive Lernatmosphäre und damit für die gemeinsame Arbeit mit den weiteren Abschnitten des Programms gelegt.

Stärkung des Selbstvertrauens

Was ist eigentlich Selbstvertrauen? Worauf gründet sich mein Selbstvertrauen? Wie kann ich mein eigenes oder auch das Selbstvertrauen anderer stärken? Sich der eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusstwerden, diese auch einzusetzen und so Verantwortung zu übernehmen und dafür auch Anerkennung zu bekommen, fördert die Ausbildung eines gesunden Selbstvertrauens.

Mit Gefühlen umgehen

„Lebenskompetenz “ fördert Kinder und Jugendliche in der Fähigkeit, eigene Gefühle wahr- und ernst zu nehmen, sie zu akzeptieren, auszudrücken und als etwas zu begreifen, das ihnen bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit hilft. Ein wichtiges Thema ist in diesem Abschnitt auch der Umgang mit belastenden Situationen.

Die Beziehungen zu meinen Freunden

Gerade in diesem Alter sind Freunde außerhalb der Familie für Heranwachsende besonders wichtig. Wie kann man echte Freundschaften aufbauen, weiterentwickeln, aufrechterhalten? Welchen Einfluss hat die Clique? Wie hält man Gruppendruck stand? Wie kann man Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte in einer Freundschaft konstruktiv lösen? Wie geht man gut mit Enttäuschungen, mit einem Verlust um?

Mein Zuhause

Die Zusammensetzung von Familien und das Zusammenleben haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Welche Erwartungen und Wünsche haben Jugendliche, was empfinden sie als enttäuschend, konfliktträchtig? Die Arbeit mit den Themen dieses Abschnitts regt an, die Beziehungen innerhalb des eigenen Zuhauses und in anderen Familien zu reflektieren und Schritte zur Verbesserung der Beziehungen oder zur Lösung von Konflikten zu probieren.

Ich entscheide für mich selbst

Hier geht es um das Problem der Verantwortung eigener Entscheidungen u. a. bei den Themen Lebensstil, Umgang mit dem eigenen Körper und berufliche Zukunft. Werbung und Medien werden kritisch hinterfragt. Zusätzlich werden Informationen über Sucht, Suchtmittel und Suchtverhalten aufgegriffen.

Ich weiß, was ich will

Kinder und Jugendliche haben viele Träume und Hoffnungen, was sie einmal in ihrem Leben erreichen möchten. Damit ihre Träume und Hoffnungen Realität werden können, müssen sie lernen, sich Ziele zu setzen und sich auf den Weg zu machen. Mit Überlegung, Anstrengung, Geduld und Selbstdisziplin lässt sich Vieles erreichen.

PFU – POTENTIALFOKUSSIERTER UNTERRICHT

Eine der Säulen modernen Unterrichts, die die Kinder mit ihren Begabungen in den Mittelpunkt stellt, sind individuelle Unterrichtsformen. Das bedeutet, dass Unterrichtseinheiten angeboten werden, die die jeweiligen Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler unterstützen.

Auch in unserer Schule möchten wir das in möglichst vielfältiger Art und Weise anbieten. Im Rahmen der Unverbindlichen Übung Potentialfokussierter Unterricht (PFU) werden sechs Mal im Jahr Blöcke zu je drei Unterrichtseinheiten angeboten.

Musikalische, künstlerische, sprachliche, naturwissenschaftliche, geschichtliche und sportliche Blöcke werden von den je 4 Kursleiterinnen (Fr. Canli, Fr. Ladinig, Fr. Tösch, Fr. Huber) angeboten. Zu diesen können sich dann die Kinder monatlich nach ihren Interessen und Begabungen zwei Wochen vor den Unterrichtsblöcken anmelden.

Es wäre auch durchaus denkbar, dass Eltern, Verwandte oder Bekannte der SchülerInnen im Rahmen des PFUs einen Kurs anbieten, um ihr Wissen und ihre Fertigkeiten mit den SchülerInnen der NNöMS OST zu teilen. Sollten Sie einen Block anbieten wollen, melden Sie sich bitte in der Direktion.

Suche deine Stärken, stärke deine Begabung!


Das erste PFU

Erster Unterrichtsblock am 11.10.2017

Im Rahmen der Unverbindlichen Übung „Potentialfokussierter Unterricht“, zu der sich 46 Schülerinnen und Schüler in Payerbach angemeldet haben, fanden am 11.10.2017 die ersten dreistündigen Unterrichtseinheiten statt.

Vier Lehrerinnen boten sehr unterschiedliche Themen und Arbeitsbereiche für die Kinder an. Gearbeitet wurde in Kleingruppen zu je 12 Kindern. Die einzelnen Gruppen wurden teilweise noch durch Experten unterstützt.

  • Schulgarten/Kräuterspirale

Edith Canli wurde unterstützt vom Gartenexperten Otto Edelsbrunner und der Kräuterpädagogin Barbara Krenn. Im Schulgarten wurde fleißig geerntet und in der Schulküche alles zu verschiedenen Produkten verarbeitet. Ein Großteil davon wie zum Beispiel Kräutersalz,-essig und -öl sowie Tomatenmarmelade wird auf unserem schulischen Adventmarkt verkauft. Die Beete wurden unter Anleitung von Hr. Edelsbrunner umgestochen und für das Frühjahr vorbereitet.

  • Mediation, fortlaufender Kurs (3x)

Cornelia Huber, ausgebildete Mediatorin, widmet 3 PFU Blöcke dem wichtigen Thema der Konfliktbewältigung. Mediation ist eine Methode, die uns lehrt mit Konflikten positiv, konstruktiv und lösungsorientiert umzugehen. Die Schüler stärken ihre Sozialkompetenz und tragen so zu einem angenehmen Schulklima bei.

  • Afrika

Karina Tösch unterstützt durch das Ehepaar Taferner, machte sich auf den Weg um eine kreative Reise auf einen anderen Kontinent anzutreten. Gemeinsames Kochen, traditionelles Essen, die farbenfrohe Kunst, Kultur und Musik Afrikas und das gemeinsame Tun sorgten für fröhliche afrikanische Stimmung.

  • Superheroes

Chiara Ladinig kreierte zuerst einmal in den Köpfen der Kinder Superhelden der ganz besonderen Art. In englischer Sprache und mit viel Fantasie wurden diese Ideen dann am Computer umgesetzt und festgehalten.


Was ist das – Mediation?

PFU- Mediation mit Cornelia Huber, 11.10.2017
12 Schülerinnen und Schüler, fortlaufender Kurs über 3 PFU Blöcke

Mediation ist eine Methode des konstruktiven, lösungsorientierten Umganges mit Konflikten. Dieser ist in allen Lebensbereichen – Arbeitsplatz, Nachbarschaft, Politik, Familie, Wirtschaft, etc. – unverzichtbar. Er hilft Gewalt und Gewaltfolgen zu vermeiden. So entsteht ein gesundes Klima für die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft und einer Kultur des Friedens.
Menschen, die einen Konflikt zu beiderseitigem Nutzen gemeinsam lösen, werden Partner und sind nicht länger Feinde. Durch die Mediation können die Schüler ihre persönlichen Kompetenzen erweitern.
Deshalb möchten wir unseren Schülern/Schülerinnen die Möglichkeit geben Konflikte ohne Gewalt zu lösen und zu lernen, wie man mit Schwierigkeiten in einer positiven Art und Weise umgehen kann. Lösungen, die die Schüler selber finden, sind in der Regel dauerhafter als Anordnungen durch Lehrkräfte, die Streit zwischen Schülern regeln sollen. Die Idee, Kinder und Jugendliche statt Erwachsene schlichten zu lassen, erhöht außerdem die Ehrlichkeit im Gespräch, weil keine schulischen Konsequenzen befürchtet werden müssen.

Block 1
Im ersten Teil der Ausbildung ging es darum, die Gruppe besser kennenzulernen und einen persönlichen Bezug zum Thema aufzubauen.
Erfahrungen der Schüler mit selbst erlebten Konflikten und verschiedenen Formen der Aggression wurden aufgegriffen und in Zusammenhang mit Peer- Mediation gebracht.


PFU in Afrika

PFU – Afrika mit Karina Tösch, 11.10.2017
12 Schülerinnen und Schüler

Der Kontinent Afrika hat uns an diesem Nachmittag begleitet. Vom Afrikanischen Essen, über die verschiedenen Lebensweisen auf diesem Kontinent, bis hin zu kreativen Gestaltungsideen, führte uns die Reise. Michael und Verena Taferner unterstützten uns tatkräftig in der Küche und beim Arbeiten im Werkraum.

Gekocht wurde der in vielen afrikanischen Ländern als Hauptnahrungsmittel gegessene Brei aus Maismehl und Wasser, genannt Ugali. Zum gemeinsamen Essen wurde auch Hr. Direktor Glanzner eingeladen. Hauptgericht war Ugali mit Fisch und danach wurde noch ein Kokoskuchen mit Maismehl verkostet. Die Kokosnuss ist typisch für Afrika. Und man kann sie vielfältig in der Küche verwenden. Aber nicht nur in der Küche: Die Holzabfälle der Früchte geben auch ein gutes Brennmaterial ab.

Kreative Ideen aus Afrika

  • Korbflechten

In vielen afrikanischen Ländern ist Flechten eine hohe Kunst. Die Menschen fertigen aus Naturmaterialien wunderschöne Körbe, Matten, Untersetzer oder Ziergegenstände an. Auch aus Papier lassen sich kleine Flechtkörbchen anfertigen, in denen man dann kleine Dinge aufbewahren kann.

  • Schmuck gestalten

Bunter Schmuck für Hals, Arme und Füße ziert viele Frauen und auch Männer in Afrika. Zahlreiche Naturmaterialien und bunte Perlen werden dazu verwendet. Die Kinder fädeln Perlen zu bunten Armbändern.


Das dritte PFU

Dritter Unterrichtsblock am 28.02.2018

Im Rahmen der Unverbindlichen Übung „Potentialfokussierter Unterricht“, zu der sich 48 Schülerinnen und Schüler in Payerbach angemeldet haben, fanden am 28.03.2018 die dritten dreistündigen Unterrichtseinheiten statt.

Vier Lehrerinnen boten sehr unterschiedliche Themen und Arbeitsbereiche für die Kinder an. Gearbeitet wurde in Gruppen zwischen 6-18 Kindern.

  • Parlez-vous français?

Edith Canli brachte den Sprachbegierigen an diesem Nachmittag ein wenig die französische Sprache nahe. Am Ende konnten sich die Teilnehmer auf Französisch vorstellen, kannten ein paar wichtige Eckdaten über das Land selbst und – hatten natürlich das leckere Baguette probiert.

Das neue PM Curriculum (Projektorientiertes Mediendesign) der NMS OST ist nun online. Wir haben ein Fach bzw. Konzept geschaffen, das bereits existierende Teilaspekte durch erweiterte Kompetenzen ergänzt, um einen Schwerpunkt zu schaffen, der unseren SchülerInnen zu Gute kommt und sie professionell in unterschiedlichen Perspektiven auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet.

Die Idee dahinter ist, die bereits anerkannten Teile des ECDL um einige wichtige Schwerpunkte zu erweitern. Folgende Kompetenzbereiche umfasst das PM Curriculum, das sich über 4 Schuljahre hinwegzieht:

pmschwerpunkte

Hier wird ganz klar erkenntlich, dass wir Mediendesign (Webdesign, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Erstellung von Flyern, Logos, Plakaten,…), Persönlichkeitsbildung und Präsentationstraining hinzugefügt haben, um Perspektiven und wertvolle Kompetenzen im Hinblick auf zukünftige Anforderungen zu vermitteln.

Um unseren SchülerInnen und den weiterführenden Schulen oder Betrieben in oder außerhalb der Region eine aussagekräftige Möglichkeit zu bieten, die erlernten Kompetenzen transparent einzusehen, entstand eine Auszeichnung, die jene Fähigkeiten detailliert ausweist. Somit haben wir ein Gütesiegel erschaffen, das für alle Beteiligten immense Vorteile für die Zukunft darstellen.

Wir als NMS OST vermitteln erweiterte, professionelle Kompetenzen in fachlicher und persönlichkeitsorientierter Hinsicht, weiterführende Schulen und Wirtschaft haben einen transparenten Einblick in die Fähigkeiten der SchulabgängerInnen.